Europaschutzgebiet "Höllwiese"

Im Netzwerk von Natura 2000 sind herausragende Naturschutzgebiete in ganz Europa zusammengeschlossen. Mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union sind zwei Richtlinien für den Naturschutz in Kraft getreten. Diese sind die Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Durch diese Richtlinien wird europaweit ein Schutzgebietssystem für bestimmte bedrohte Tier- und Pflanzenarten sowie für bestimmte seltene Lebensräume geschaffen. Damit soll gesichert werden, dass auf längere Sicht die vielen hier wildlebenden Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume in der Natur erhalten bleiben.


Natura 2000 - Die Höll

In St. Anna am Aigen haben wir ein besonderes Schmuckstück im Europaschutzgebiet - die Höll. Dies ist ein besonders schutzwürdiges Gebiet, da hier äußerst seltene Pflanzen wachsen und seltene Vögel ihre Brutplätze besitzen.

Besonders ist dies deshalb, weil sich bei der "Höllwiese" das pannonische Klima mit dem voralpinen Klima schneidet und es dazu Einflüsse des lyrischen und des mediterranen Klimas gibt. Es schneiden sich daher vier Klimazonen und dies führt zu einer besonderen Artenvielfalt. In St. Anna am Aigen befand sich in Urzeiten ein Meer - aus dieser Zeit stammt eine Bodenschicht mit Muschelkalk. Diese ist überlagert von Vulkangestein. Auf einer Linie quer durch die Höllwiese ragt ein Kalkrücken zwischen dem Segmentgestein aus dem Urmeer hervor, auf dem es früher Korallenriffe gegeben hat. Die Artenvielfalt auf der Höllwiese stammt daher nicht nur aus den besonderen Klimaverhältnissen, sondern auch aus diesen speziellen Bodenverhältnissen.

Tipp: Auf jeden Fall bei einer Wanderung zur Höllwiese das Fernglas mitnehmen!