Waltrafelsen_Sankt Anna am Aigen_Unifrauen_Sage | © Andrea Pock

Waltrafelsen Sankt Anna am Aigen

Der "Waltrafelsen" ist eine steile Basaltwand, die am Rande des Hochplateaus des Stradnerkogels der Marktgemeinde Sankt Anna am Aigen emporragt. Neben den großen Gesteinsbrocken, die am Fuße der Basaltwand verstreut liegen, findet man dort Höhlen.


Frühe Siedlungstätigkeit & die Waltraschale

Der Waltrafelsen stellt den östlichen Rand der Vulkanplatte des Stradnerkogels dar. Da sich darunterliegende instabile Erdschichten befinden, die nach Osten hin abrutschen, (Rutschhorizonte von Waltradorf bis über die Jammberg-Kapelle hinaus) kam es zu einem Abbruch der Basaltplatten. Dadurch entstand der Waltrafelsen. Der letzte Felssturz war Anfang des 20. Jahrhunderts. Zur Kupferzeit vor ca. 5.000 Jahren entstand eine Siedlung an der Basis des Waltrafelsens. Die Waltraschale ist ein bedeutendes Fundstück aus dieser Zeit (zu besichtigen im Joanneum Graz). Man vermutet, dass durch einen Felssturz diese Siedlungstätigkeit jäh beendet wurde. Unter den Felstrümern wird noch einiges an prähistorischen Funden vermutet, die Bergung ist jedoch zu kostspielig.

 

Die Sage rund um den Teufelssitz

Seitlich vom Waltrafelsen fällt das Wasser eines kleinen Bacherls über einen kleinen Abgrund in die Tiefe. An der obersten Stelle dieses kleinen Wasserfalls lag ein großer, an der Oberfläche abgeflachter Basaltfelsbrocken, der als Teufelsstein bekannt ist. Auf diesem Stein saß der Teufel und predigte laut und weithin hörbar. Wem die Predigt galt und was er dabei sagte, ist nicht mehr bekannt. Heute liegt dieser runde Felsbrocken am Fuße des Wasserfalls. Vermutlich wurde er vom Teufel selbst bei einem seiner Wutausbrüche von der Anhöhe, wo er einst lag, gestoßen. Aber nicht nur am Waltrafelsen soll der Teufel seine Spuren hinterlassen haben - auch der Höllisch Graben soll auf des Teufels Wut zurückzuführen sein.

 

Die Sage rund um die Unifrauen

Der Waltrafelsen ist eine steile Basaltwand am Stradner Kogel, der mit 609 Metern die höchste Erhebung der Gegend ist. Ein schmaler Höhleneingang führt zirka 50 Meter tief in das Innere dieser Felslandschaft. Diese Höhle war nachweislich bereits lange vor Christus bewohnt. Den Beleg dafür fand Karl Handler 1929, als er bis an die elf Meter unter die bestehenden Felsplatten in den Boden kletterte und die wunderschöne "Waltraschale", welche Archäologen ein Alter von rund 5.000 Jahre zuweisen, fand. Laut den Berichten soll es in dieser Zeit zum Absturz der Basaltwand gekommen sein, deren Felsen die Siedlung unter sich begrub.

Im Felseingang lebten der Sage nach die "Unifrauen". Sie hatten den Oberkörper einer Frau und die Beine eines Pferdes und kamen nur nachts heraus, sodass sie äußerst selten gesehen wurden. Sie machten das Wetter, halfen den Bauern bei der Arbeit und diese bedankten sich mit Speis und Trank. Eines Nachts jedoch hetzte ein Knecht seinen Hund zu den Felsen mit den Worten: "Huß Teuxel, bring mir an Biegel." Von da an war nie wieder eine Unifrau erschienen. Das friedliche Einvernehmen der Menschen mit den guten Geistern der Natur war ein für alle Mal zerstört.

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